Gelenkschirurgie

 
eckl_02kombi_randDie Gelenkschirurgie stellt höchste Anforderungen an den Chirurgen. Denn bei Verletzungen der Gelenke muss eine exakteste  anatomische Rekonstruktion angestrebt werden, um ein möglichst physiologisches Bewegen zu gewährleisten. Andernfalls kommt es rasch zu Schmerzen und vorzeitiger Abnützung, einer sogenannten Arthrose.

Bei der Gelenkschirurgie kann im Rahmen der sogenannten Schlüssellochchirurgie arthroskopisch vorgegangen werden oder aber konventionell, sprich offen über einen mehr oder weniger großen Hautschnitt, je nach Art und Ausmaß der zu versorgenden Verletzung.

Arthroskopisch werden hauptsächlich Weichteilverletzungen behandelt, z.B. Meniskusverletzungen  durch dessen Entfernung oder Naht, Kreuzbandrisse oder Ablösungen der Gelenkslippe in der Schulter.

Einfache und wenig verschobene Brüche im Schienbeinkopf können unter arthroskopischer Kontrolle verschraubt werden. Hierbei wird mit der Kamera die Korrektur einer frakturbedingten Gelenksstufe kontrolliert.

Eine sehr häufige Verletzung stellt die Zerreißung des Schultereckgelenkes ( straffes Gelenk zwischen Schlüsselbein und Schulterblatt) dar.

Hierzu stehen viele Methoden der Versorgung zur Verfügung.

arzberger_richard0005_kombi_randAm wenigsten invasiv und sehr effektiv ( mit sehr guten Ergebnissen) aber teuer ist die Versorgung mit dem sogenannten tight rope.

Da es uns das beste Verfahren zu sein scheint, scheuen wir uns nicht vor den hohen Materialkosten und haben diese Methode zu unserem Standardverfahren etabliert.

Hierbei wird das Schultereckgelenk gedeckt eingerenkt und mit einem Draht fixiert. Die zerrissenen Bänder, die für das optisch störende Hochtreten der Schlüsselbeins verantwortlich sind, werden durch den tight rope ersetzt. Nach 6 Wochen wird der Draht in lokaler Betäubung entfernt, der tight rope wird belassen.

Bei größeren Zerstörungen von Gelenken, vor allem an der handgelenksnahen Speiche und am Schienbeinkopf muss die Gelenksfläche offen, so exakt wie möglich rekonstruiert werden, über einen entsprechenden Hautschnitt. Anschließend muss das Rekonstruktionsergebnis mit Schrauben und meist auch Platten stabilisiert werden. 

Eine lange Ruhigstellung im Gips ist meist nicht erforderlich, aber eine Entlastung. Das heißt das operierte Gelenk soll bewegt werden, auch unter Anleitung eines Therapeuten, aber eine Belastung im Sinne von Draufsteigen oder Arbeiten muss, je nach Art und Lokalisation der Verletzung bis zu 10 Wochen unterbleiben.

Da gerade Verletzungen an Gelenken von Beinen und Armen beim Schifahren häufig auftreten, haben unsere Unfallchirurgen große Erfahrung in deren Behandlung und sind mit den neuesten Methoden vertraut.

Login